Die Hinrunden Bilanz – Teil Zwei: Die Guards

Einen Tag nach den Center Spielern der Bayern Basketballer gilt es auch einmal nach dem Abschluss der Hinrunde in der BEKO BBL über die Leistungen der Guards der Roten Riesen nachzudenken. Insgesamt kamen fünf Guards bei den Bayern zum Einsatz, worunter neben Nachwuchskräften durchaus auch namhafte Akteure sind, auf welche sich die Fans im Vorfeld sicherlich sehr gefreut hatten. Bitte nehmt die entsprechende Einschätzung als Diskussionsgrundlage und gebt ruhig Eure eigene Einschätzung der Leistungen der Guards des FC Bayern Basketball im Kommentar ab.

Steffen Hamann – 3,6 Punkte, 1,8 Rebounds und 3,1 Assists pro Spiel

Auf den ersten Blick lesen sich die Statistiken des Bayern Kapitäns sicherlich nicht berauschend, jedoch gilt es gerade bei Il Capitano doch sehr genau hinzusehen. Hamann steht im Team der Bayern nicht für das Scoren oder aber für das Abbrennen eines Offensiv Feuerwerks, sondern seine Aufgaben liegen in einer knallharten Defense, im Übernehmen von Verantwortung und im Führen der Mannschaft. Diese Punkte sind auch bei dieser Bewertung Grundlage, jedoch könnte Steffen Hamann seine vorhandenen Qualitäten noch etwas mehr einsetzen. Das Bayern Spiel wirkt deutlich strukturierter, durchdachter und planvoller mit ihm auf dem Parkett, wenngleich er seinen unglaublichen Zug zum Korb öfter auch zum eigenen Abschluss nutzen sollte. Bisher spielt Hamann vor allen Dingen in der Verteidigung eine gewaltige Saison, welche sich vor allen Dingen immer dann zeigt wenn ein Ruck durch das Team gehen muss. Das er zudem ein Team führen kann hat er in der Nationalmannschaft bereits bewiesen, doch auch sein Umgang im oder nach dem Spiel mit jungen Spielern wie Marin ist ein wichtiger Bestandteil seines Auftrags, den er sehr gut erfüllt.

Bayern-Basketballer.de Wertung: 4 von 5 Basketbällen – Sicherlich machen andere mehr Punkte oder mehr spektakuläre Aktionen in der Offense, doch kann Steffen Hamann das Team wie kein zweiter führen. Bisher eine gute Saison des Bayern Kapitäns.

Demond Greene – 3,7 Punkte, 1 Rebound und 0,4 Assists pro Spiel

Die Bewertung von Greene ist durchaus schwer. Anfangs bekam er nicht viel Spielzeit, doch konnte er zuletzt einen steten Formanstieg nachweisen. Seine Mutation von einem gefürchteten Scorer hin zu einem Abwehrtier ist nahezu perfekt abgeschlossen, denn Demond ist der Kettenhund mit Spezialaufgaben, welcher er sehr gut erfüllt. Was jedoch besser geht ist seine Übersicht im Angriff und zugleich auch seine Wurfgenauigkeit. Nur 38,5 % Wurfquote sind doch für einen Mann mit seinen Qualitäten etwas zu wenig, wenngleich natürlich seine Würfe nicht mehr so zahlreich sind wie noch vor wenigen Jahren.

Bayern-Basketballer.de Wertung: 3 von 5 Basketbällen – Greene ist sicherlich etwas in die Jahre gekommen, doch kann er noch mehr als er aktuell zeigt. Ruhig Dreier zu nehmen sollte für ihn mit seiner Erfahrung möglich sein, wenngleich er am Ball etwas mehr Übersicht zuweilen zeigen sollte. Es ist noch Luft nach Oben vorhanden.

Yotam Halperin – 6,3 Punkte, 1,9 Rebounds und 2,7 Assists pro Spiel

Der Kapitän der israelischen Nationalmannschaft war der Neuzugang, welcher die größten Erwartungen bei den Fans geweckt hatte. Nach anfänglichen Problem kommt Yotam immer besser ins Rollen, wenngleich auch in schwächeren Phasen sein Einsatz und sein Wille in der Abwehr für das Team zu arbeiten niemals außer Frage stand. Im Laufe der Hinrunde entwickelte er sich zum Allrounder der gut defensiv arbeitet, jedoch auch den engen Dreier nehmen kann. Teilweise wirkt er noch etwas gehemmt, wenngleich sicherlich in der Rückrunde der BEKO BBL der wahre Halperin seine Leistung abrufen wird.

Bayern-Basketballer.de Wertung: 4 von 5 Basketbällen – nach anfänglichen Problemen überzeugt Yotam auch als Leader im Team immer mehr. Dürfte noch etwas mehr als Scorer und Lenker in Erscheinung treten, um die in ihn gesetzten Erwartungen dauerhaft zu erfüllen.

Mauricio Marin – keine Werte in der Statistik

Der erst 17 Jahre alte Guard kam vor der Saison als hoffnungsvolles Talent zu den Bayern. Bisher stand er oft im Kader und konnte gegen die Eisbären Bremerhaven ein wenig Spielzeit bei seinem ersten Auftritt sammeln. Ein hoffnungsvolles Talent, welches langsam an das Team herangeführt wird.

Bayern-Basketballer.de Wertung: entfällt – Marin kann als Spieler in der BEKO BBL aufgrund seiner fehlenden Einsatzzeit nicht bewertet werden, so dass eine entsprechende Bewertung ihm nicht gerecht werden würde.

Tyrese Rice – 13,2 Punkte, 2,1 Rebounds und 5,0 Assists pro Spiel

Seine Werte im Zusammenspiel mit einem Wert an Effektivität von 12,4 sollten eigentlich zu einer guten Bewertung des Bayern Pointguards führen. Rice ist zwar ein guter Scorer, jedoch nicht der erwünschte Lenker und Denker im Bayern Spiel. Zu oft überdreht er nach erfolgreichen Aktionen oder findet trotz schlechter Wurfposition den besser postierten Mitspieler nicht, so dass seine Werte und damit auch der Wert für die Mannschaft viel höher sein könnten. Kritik darf jedoch vor allen Dingen in der Defense angebracht sein. Zuweilen lustlos agiert Rice in dieser, so dass seine Gegenspieler oftmals sehr einfach zum Korb ziehen können oder aber freie Würfe aus der Distanz finden.

Bayern-Basketballer.de Wertung: 3 von 5 Basketbällen – in der Offense auf jeden Fall ein Gewinn für die Bayern, jedoch muss an der Einstellung und im Defensivverhalten noch ordentlich gearbeitet werden.

Wie sieht Eure Einschätzung der Bayern Guards aus?

Die Hinrunden Bilanz – Teil Eins: Die Center

Die Hinrunde ist gelaufen und nun gilt es auch einmal die Leistungen der einzelnen Spieler des FC Bayern München Basketball zu begutachten und ein Urteil zu fällen. Grundlage hierfür sind nicht nur die einzelnen Statistiken, sondern vielmehr der individuell gewonnene Eindruck, wenngleich auch die Nennung der jeweiligen Position durch den FC Bayern für die Zuteilung eine gewichtige Rolle spielt. Nun sind einmal die Center der Roten Riesen an der Reihe und mit ihnen wird das große Hinrunden Fazit auch entsprechend gezogen und begonnen. Die Wertung erfolgt dabei von 1 bis 5 Bällen, wenngleich 1 der niedrigste und 5 der höchste Wert jeweils ist.

Chevon Troutman – 13,2 Punkte, 5,7 Rebounds und 1,2 Assists pro Spiel

Der US Center kann nicht nur auf der 5, sondern zugleich auch auf der 4 eingesetzt werden. An dieser Stelle wird er jedoch als Center aufgenommen, da er dies in dieser Saison doch sehr häufig in seinen Einsatzzeiten auch gespielt hat. Die Saison von Chevy lässt sich sehr kurz und knapp beschreiben – Unauffällig, aber sehr effektiv. Troutman ist eigentlich immer dann auf dem Feld wenn es gut läuft und die Mannschaft rollt. Eigentlich auch kein Wunder, denn er besitzt einen sehr hohen Basketball IQ und auch den Blick für den Nebenmann sowie das Gespür wann es Zeit ist zu übernehmen und zu scoren. Was Chevy ausmacht ist jedoch seine Energie in Angriff und Verteidigung, denn diese pushed das Team und bringt immer wieder auch Stimmung in den Dome Trotz seiner 2,02 Meter ist er sehr schnell und oftmals bei Fast Breaks mit einem krachenden Dunking dabei. Auffallend ist zudem seine Wurfquote von 62,2 % und sein Wert bei der Effektivität von 15,4 mit welchem er zu den besten Spielern der BEKO BBL gehört. Chevy punktet und ackert zudem nicht nur wenn es gut läuft, sondern auch in Spielen, in denen Einsatz gefordert ist. Für uns daher klar der Spieler der Hinrunde bei den Bayern.

Bayern-Basketballer.de Wertung: 5 von 5 Basketbällen – Chevy is on Fire!

Jared Homan – 11,3 Punkte, 5,8 Rebounds und 1,3 Assists pro Spiel

Wohl kaum ein Spieler spaltet die Bayern Fans so wie Jared Homan. Seine Eskapaden sind in München schon fast legendär geworden, wenngleich Jared sich nach einem harten Saisonstart wieder zurückgekämpft hat. Raus aus der ersten Fünf und eine Suspendierung waren wohl die passenden Warnschüssen für den Amerikaner, welcher bereits im letzten Jahr das rote Trikot trug. Homan ist jedoch immer ein Spieler, welcher sich vollkommen in den Dienst der Mannschaft stellt und alles gibt was er hat. Beweisen konnte er es zuletzt wieder, denn der dominierende Big Man der Liga John Bryant hat beim Bayern Sieg gegen Ratiopharm Ulm keinen Stich gemacht. In der Offensive ist er gut drauf, doch auch defensiv hat Homan zugelegt, was ihm auch bei den Fans neuen Kredit brachte. 11,8 als Wert hinsichtlich der Effektivität ist zudem für einen Center in Ordnung, wenngleich die Wurfquote von 45,8 Prozent noch etwas besser sein könnte. Zu oft wirft Jared noch aus der Distanz, wenngleich er gerade bei den Freiwürfen gegenüber der letzten Saison gewaltige Fortschritte gemacht hat.

Bayern-Basketballer.de Wertung: 4 von 5 Basketbällen – Jared ist auf dem Feld ein echter Kämpfer für seine Farben und somit sehr wichtig für die Roten Riesen. Zudem überzeugt er immer mehr auch mit der nötigen Ruhe, welche ihm zum Saisonstart doch als Hitzkopf etwas abging.

Bogdan Radosavljevic – 2,1 Punkte, 0,7 Rebounds und 0,1 Assists pro Spiel

Über unseren jungen Bogdan ein Urteil zu fällen ist wahrlich sehr schwierig. Zum Einen sollen nur die Spiele der BEKO BBL betrachtet werden und zum anderen sind 7 Spiele bei Durchschnittlich knapp 5 Minuten nicht sehr viel Zeit um auf sich aufmerksam zu machen. Die letzten Spiele hat er aber gezeigt, dass er es kann. Nach den Ausfällen musste er gegen Ulm auch gegen John Bryant seinen Mann stehen und tat dies sehr gut und zuvor konnte er auch richtig scoren. Seine Wurdquote von 66,7 Prozent sollte nicht zu hoch gehangen werden, doch zeigt diese das der junge Mann gut abschließen kann. Was sich deutlich verbessert hat ist die Übersicht auf dem Spielfeld. Er findet den freien und besser postierten Mitspieler und begeht weitaus weniger dumme und leichte Fouls, so dass er sicherlich immer mehr Spielzeit erhalten wird. Was bei Bogdan auffällt ist zudem sein Kämpferherz, denn er gibt keinen Ball verloren und ist schon jetzt Liebling der Fans im Audi Dome. Die Effektivität von 1,7 ist natürlich auch seiner geringen Einsatzzeit geschuldet, so dass diese nicht zu sehr beachtet werden sollte.

Bayern-Basketballer.de Wertung: 2 von 5 Basketbällen – Bei all dem Lob nur zwei Basketbälle? Ja, denn Bogdan hat beim Punkten teilweise auch davon profitiert das Spiele gelaufen waren und er praktisch ohne große Gegenwehr scoren konnte. Zudem muss er an seiner Feinarbeit und vor allen Dingen seiner Defense dauerhaft arbeiten, denn für einen solchen Körper setzt er diesen noch zu schlecht bzw. ungeschickt ein. Aber Kopf Hoch – die zu sehenden Fortschritte sind Top!

Das waren die Center der Bayern. Demnächst folgen die nächsten Wertungen. Wie sieht Eure Wertung der Center denn aus?

Und schon sind es 5 in Folge

Five in a Row – Das 73:59 bei den Fraport Skyliners Frankfurt war für die Bayern Basketballer der fünfte Sieg in Folge. Nicht nur der positive Lauf in der Liga konnte somit gehalten werden, sondern seit dem gestrigen Auswärtssieg steht auch die Qualifikation für das Viertelfinale im DBB Pokal fest, welches die Roten Riesen im letzten Jahr noch denkbar knapp verpasst hatten.

Das Spiel der Bayern war jedoch in Frankfurt nicht so dominant und überzeugend wie in den Spielen zuvor, so dass sich Trainer Svetislav Pesic immer wieder gezwungen war auf seine Spieler einzureden und auch seine Meinung recht klar zum Ausdruck zu bringen. Die Rede war von Zirkus Basketball und so unrecht hatte er damit nicht. Lediglich 11 Assists der Bayern zeigen sehr schön auf, dass viel zu viel Eins gegen Eins gespielt wurde und schlußendlich die Roten Riesen aufgrund ihrer Qualität im Kader gewannen. Das zuvor zu sehende und so gelobte Mannschaftsspiel war jedoch vollkommen verschwunden.

Eklant war der Unterschied nicht nur in der Offensive sondern auch im Abwehrverhalten. Obwohl Frankfurt bei 59 Punkten gehalten werden konnte war dennoch lange der Wurm drin. Die nötige Aggressivität kam nur langsam auf, so dass Frankfurt sich zumeist selbst etwas im Weg stand das Spiel enger zu gestalten. Unter dem Strich konnten jedoch alle vier Viertel gewonnen werden, so dass es zwar ein hart erkämpfter Auswärtssieg der Bayern Basketballer war, jedoch auch ein verdienter. Es bleibt aber dabei – gegen die Großen der Liga reicht es in dieser Form noch nicht um dauerhaft eine Gefahr darzustellen.

Positiv müssen jedoch zwei Spieler hervorgehoben werden. Zum Einen Robin Benzing, der durch 21 Punkte und 8 Rebounds auffiel, jedoch auch Steffen Hamann. Hamann brachte in schwierigen Phasen etwas mehr Struktur und eine aggressive Defense ins Spiel, während Robin gestern sein Scorer Gen auspackte und immer in den richtigen Phasen seine Punkte einstreute um die Läufe der Frankfurter zu stoppen.

Hier nun noch einige Stats:

  • Die Scorer – Benzing mit 21 und Rice mit 14 Punkten. Homan mit 9 und Troutman mit 8 kamen knapp nicht an ein zweistelliges Ergebnis in ihrer Punkteausbeute
  • Die Assists – nur 11 Assists im Spiel. Rice mit 5 dabei der auffallendste Spieler
  • Die Rebounds – etwas sehr positives. Insgesamt 43 Rebounds. Benzing und Troutman mit jeweils 8 sowie Jagla mit 6 Rebounds überzeugen
  • Die Wurfquoten – 65,5 Prozent von der Freiwurflinie, 42,1 Prozent von der Dreierlinie und 40,4 Prozent Gesamt – da geht noch etwas

Der fünfte Sieg in Folge. Gut das er da ist und eingefahren werden konnte. HIER gibt es noch das offizielle Video zum Spiel der BEKO BBL.

Mia san Run and Gun

3145 Zuschauer in der ausverkauften Halle in Hagen sorgten für eine immense Stimmung, welche jedoch nicht den gewünschten Effekt für das Heimteam bringen konnte. Mit 123 zu 97 bezwangen die Bayern Basketballer Auswärts das Team von Phoenix Hagen was speziell aufgrund der erzielten Punkte ein echtes Ausrufezeichen in Richtung der Konkurrenz war. Das Spiel war im Grunde genommen schnell entschieden, denn die Bayern wirkten von Beginn an hoch konzentriert und aggressiv, so dass die Hagener Mannschaft und auch ihr Publikum niemals zum Faktor werden konnten. 37:17 nach dem ersten Viertel lautete das Ergebnis für die Roten Riesen, was neben einer Menge an Feuer und Leidenschaft auch an einer exzellenten Wurfauswahl und einer ausgezeichneten Wurfquote gelegen ist.

Das zweite Viertel ging an Hagen, doch konnte der Rückstand niemals stark reduziert werden, so dass die Bayern wieder Tempo aufnahmen und die letzten beiden Viertel ebenfalls klar dominierten und einen niemals gefährdeten Sieg nach Hause mitnehmen konnten. Auffallend ist, dass die Bayern unter Neu Trainer Svetislav Pesic erneut die 100 Punkte Hürde mühelos knackten, denn gerade die Amis sind von der Leine gelassen und präsentieren schnellen aggressiven Basketball mit Erfolg. Doch obgleich der Sieg toll aussieht sollte dennoch an der Defense gearbeitet werden, da beispielsweise die beiden Guards der Hagener Davin White und David Bell mit jeweils 29 Punkten ebenfalls überzeugten und sich dies gegen starke Gegner rächen könnte.

Am Ende stand jedoch ein nie gefährdeter Sieg und das Erklimmen des sechsten Tabellenplatzes nach dem dritten Sieg in Folge. Die Roten Riesen sind endgültig angekommen und kommen ins Rollen. Das werden sicherlich spannende und lustige Wochen in der nächsten Zeit für uns Fans.

Und hier noch ein Blick in die Statistik:

  • Wurfquoten: 71,4 Prozent aus der Nahdistanz, 20 Prozent aus der Mitteldistanz sowie 40,9 Prozent von der Dreierlinie und 82,1 Prozent an Freiwürfen – tolle Quoten, welche am Ende gesamt eine Wurfquote von beachtlichen 55,4 Prozent brachte
  • Scorer: Troutman mit 29, Rice mit 25 und Homan mit 20 ließen Zahlen sprechen. Doch auch der in den letzten Wochen stärker gewordene Benzing kam wieder auf 14 Zähler
  • Assists: Rice mit 9, Hamann mit 4 und Halperin mit 3 waren die Garanten. Insgesamt 21 Assists sprechen eine klare Sprache

Diesmal waren es nicht die beiden Deutschen Jagla und Benzing, welche am Ende den Sieg brachten. Doch das zweiköpfige Monster Homan und Troutman schlug wieder zu, zumal Rice seine Rolle endlich gefunden zu haben scheint, denn neben den Punkten überzeugt er auch immer mehr als Passgeber. Auf geht’s Jungs! So wird die Saison noch ein Erfolg!

Die Bayern beim Allstar Game in Nürnberg

Es dauert nicht mehr lange und die Besten der Besten können sich am 19. Januar 2013 in Nürnberg beim BEKO BBL Allstar Game messen. Dabei heißt es auch in diesem Jahr wieder Team National gegen Team International. Während das deutsche Team dabei vor allen Dingen auf einen forschen Auftritt setzt besitzt das internationale Team durchaus Erfahrung, was sich auch angesichts des deutlich höheren Durchschnittsalters bemerkbar macht. Aus Sicht der Bayern kann nach der Komplettierung der Kader für beide Mannschaften auch gejubelt werden, denn immerhin sind 3 aktuelle Spiele dabei und ein Leihspieler.

Aus dem aktuellen Kader der Bayern Basketballer haben es Robin Benzing und Jan-Hendrick Jagla geschafft in den begehrten Kader zu kommen, während der US amerikanische Big Man Chevon Troutman im Team der internationalen Stars und Spieler der BEKO BBL auftreten kann. Nimmt man zudem den aktuell nach Ulm ausgeliehenen Philipp Schwethelm dazu stellt Bayern München sogar vier Spieler bei beiden Teams. Eine tolle Leistung! Hut ab!

Natürlich steht beim Allstar Spiel immer der Spaß und die Unterhaltung der Fans im Vordergrund, doch möchte jedes Team gerne gewinnen. Interessant wird es allemal, denn beide Teams können Basketball der Spitzenklasse bieten. Und nun noch für Euch beide Teams und deren Trainer.

Das Team International
Trainer:
Chris Fleming

Starter:
Anton Gavel
DaShaun Wood
Jared Jordan
John Bryant
Bostjan Nachbar

Bank:
Chevon Troutman
Bryan Bailey
Adam Chubb
Reggie Redding
Bryce Taylor
Barry Stewart
Dwayne Anderson
Stanley Burrell

Das Team National
Trainer:
Thorsten Leibenath

Starter:
Philipp Schwethelm
Lucca Staiger
Heiko Schaffartzik
Per Günther
Maik Zirbes

Bank:
Robin Benzing
Jan-Hendrik Jagla
Yassin Idbihi
Andreas Seiferth
Johannes Lischka
Dennis Schröder
Alex King
Nicolai Simon

Wer im Übrigen nicht Live dabei sein kann dem sei gesagt – Sport1 überträgt die Partie am 19. Januar 2013 ab 20 Uhr live im TV. Viel Spaß!

Die Bayern kommen ins Rollen – Sieg gegen Tübingen

Es ist Samstag 19 Uhr und die Fans im Audi Dome wollten ein Spektakel sehen – Die Mannschaft gab es Ihnen. Was zu Beginn im ersten Viertel vor 5558 Zuschauern nach einem doch zähen Spiel aussah entwickelte sich zunehmends zu einer echten Bayern Show, in der diesmal kein Einzelspieler herausragte, sondern in welcher jeder seinen Anteil am schlußendlich ungefährdeten 107:80 Heimsieg für sich beanspruchen konnte.

Was über das gesamte Spiel hinweg sehr gut funktionierte war die sehr gute Defense. Nicht nur unter dem eigenen Korb wurde dabei geackert, sondern die Presse wurde besonders für den gegnerischen Aufbau oftmals bei deren eigenen Einwurf gestartet, so dass sich hieraus viele gute Steals oder aber schwere Anspiele der Tübinger in Zeitnot ergaben. Da macht die Truppe von Svetislav Pesic einen tollen Job, so dass sicherlich auch andere Kaliber geknackt werden können. Der Schlüssel zum Sieg war jedoch nicht nur die Defense, sondern diesmal auch die sehr gute Wurfauswahl mitsamt einer herausragenden Trefferquote von der Dreierlinie. Als dann auch Jagla mit einem krachenden Dunking und Brandon Thomas mit einem eingeflogenen Dunk anfinden das Publikum ausflippen zu lassen war der Widerstand der Walter Tigers Tübingen schnell gebrochen und es konnte losgehen mit der Feier. Erfreulich war auch, dass jeder Spieler Einsatzzeit erhielt und die Deutschen Spieler ebenfalls wieder wie beim letzten Heimspiel einen starken Auftritt hinlegten.

Geht es so weiter wird die Saison noch sehr lang werden – die Großen können kommen. Auffallend ist auch, dass Svetislav Pesic es zu schaffen scheint alle Egos hinten anzustellen, denn auch Spieler wie Rice haben neben dem Punkten inzwischen auch das Passen für sich entdeckt, was sicherlich auch ein Schlüssel für den nun zweiten Heimsieg in Folge ist.

Die Statistiken:

  • Die Scorer – Benzing mit 18, Rice mit 17, Thomas mit 16, Homan und Troutman mit jeweils 14 und Jagla mit 12 Punkten – sechs Bayern Spieler im zweistelligen Bereich – ganz großes Kino
  • Die Assists – insgesamt 27 Assists sind eine tolle Leistung. Rice mit 11 und Hamann mit 5 Assists stechen hierbei hervor
  • Die Wurfquoten – 62,5 % aus der Nahdistanz, 36,4 % aus der Mitteldistanz, 71,4 % von der Freiwurflinie und unglaubliche 54,2 % von der Dreierlinie – WAHNSINN!!!

So kann es weitergehen Jungs! Hier noch das Video zum Spiel der Bayern Basketballer:

Der erhoffte Befreiungsschlag

Die Fans der Bayern Basketballer haben nach der Ernennung von Svetislav Pesic zum Chefkoch nun wahrlich einmal auf einen Befreiungsschlag gehofft. Das dieser beim Auswärtsspiel gegen Alba Berlin noch nicht kommen konnte war klar, jedoch hat das Team im Heimspiel gegen die Telekom Baskets Bonn endlich den Basketball gezeigt, der das Publikum mitnimmt und sicherlich die Euphorie rund um das Basketball Projekt des FCB wieder Aufwind verleihen kann.

Doch was war nun eigentlich anders? Der Einsatz hat diesmal über 40 Minuten gestimmt. Das war in Ansätzen schon vorhanden in den anderen Saisonspielen – Neu war jedoch, dass sich wirklich alle Spieler in den Dienst der Mannschaft gestellt haben. Das Spiel war somit für den Gegner viel schwerer zu durchschauen und das dies bei den gut besetzten Bayern mit ihren Scorer Qualitäten tatsächlich der Schlüssel zum Erfolg ist wurde gegen Bonn mehr als deutlich. Feuer frei aus allen Kanonen konnte dabei nur gesagt werden und so kann es auch nicht verwundern, dass am Ende viele Spieler zweistellig punkten konnten. Doch das Mannschaftsspiel zeigte sich vor allen Dingen im guten Passen, denn die Assists brachten immer wieder gute Wurfpositionen, wenngleich sich dabei Halperin, Hamann und Rice hervortaten.

Ja – Richtig Gelesen! Rice hat offenbar die Warnung von Pesic verstanden, denn es stand irgendwie ein anderer Spieler auf dem Parkett. Die Lethargie scheint vergangen und der Einsatz stimmte. Anstatt zudem selbst den Abschluss immer und immer zu suchen band er seine Mitspieler toll ein und brachte am Ende 8 Assists auf das Board. Toll! Doch der Schlüssel war eigentlich die deutlich verbesserte Reboundarbeit. Obgleich der sehr hohen Qualität der langen Leute hatte der Gegner in der Regel ein deutliches Übergewicht bei den Rebounds, doch dies änderte sich. Alleine 17 Offensiv Rebounds sprechen dabei zudem eine mehr als deutliche Sprache.

Was jedoch am Meisten gefiel war die Rolle der Deutschen. Besonders Benzing und Jagla scheinen in Fahrt zu kommen. Ähnlich wie in der Nationalmannschaft unter Svetislav Pesic übernahmen sich auch bei den Bayern Verantwortung und brachten dabei sehr hohe Punkteausbeuten auf den Spielbogen. Super – so kann es wirklich weitergehen.

Es sieht nach dem Befreiungsschlag der Bayern aus, zumal die nächsten Gegner allesamt schlagbar sind und somit auch Euphorie, Selbstvertrauen und Rückenwind entstehen kann. Auf geht’s Jungs!

Alba zeigt die Grenzen auf

Nicht nur wir Fans haben auf den Auftritt der Bayern Basketballer bei Alba Berlin gewartet, sondern vielmehr ganz Basketball Deutschland hatte seine Augen auf das erste Spiel von Svetislav Pesic gerichtet. Das Spiel ging – das ist sicherlich schon bekannt – mit 70:82 verloren vor 12110 Zuschauern. Dabei war von Beginn an klar wohin die Reise geht, denn nach einem guten Start in den ersten Minuten haben die Roten Riesen doch zunehmend den Faden verloren.

Das Resultat war dabei ein Vorsprung von Alba, welcher zeitweise über 20 Punkte betrug und erst durch das Nachlassen der Albatrosse im letzten Viertel nach unten korrigiert werden konnte. Doch auch wenn man nun meinen könnte die Bayern hätten auf kompletter Linie versagt, so ist dem nicht so. Der Einsatz hat gestimmt und auch der Wille war da, jedoch fehlt weiterhin ein passendes Konzept. Sehr deutlich wurde aber auch, dass zwar die Defense sehr gut arbeitet, jedoch das Rebounden weiterhin ein großes Problem darstellt, denn in dieser Wertung dominierte Alba die Bayern doch auf beiden Seiten.

Während Alba zumeist sehr zielgerichtet spielte und dabei aus der Penetration, dem Spiel unter dem Korb oder den Würfen von Außen traf war bei den Roten Riesen leider wieder einmal viel Stückwerk angesagt. Zwar waren immer wieder gute Phasen dabei, doch sollte der aufmerksame Zuseher und Fan sich nicht von den Assist Zahlen in der Statistik blenden lassen, da diese vor allen Dingen in den letzten Minuten ohne Gegenwehr verbessert werden konnten. Neue Spielzüge und Spielideen waren noch nicht zu sehen, doch konnte dies aufgrund der kurzen Zeit von Pesic im Amt noch nicht erwartet werden. Bester Spieler war nach der Statistik Rice mit 14 Punkten und 6 Assists, doch hatte er doch auch viele Turnovers und oftmals nicht den Blick für den besser stehenden Mitspieler.

Was bleibt hängen? Unter dem Strich erst einmal eine Niederlage, doch macht der Wille und die Leidenschaft doch auch Hoffnung. Wichtig wird sein, dass alle Mann mitmachen und Spieler wie Rice und Thomas durchaus ihre Gegner einmal halten und nicht einfach passieren lassen. Zudem hat sich gezeigt das auf Reservisten wie Jagla, Hamann oder aber auch Roberts Verlass ist, so dass diese doch deutlich häufiger und länger eingesetzt werden sollten.

Eine Menge Arbeit wartet, doch sollte das Spiel der Roten Riesen am Sonntag im Audi Dome gegen die Telekom Baskets Bonn schon deutlich besser aussehen. Drückt die Daumen!

Die dritte Heimniederlage im fünften Spiel

Die Rahmenbedingungen hätten eigentlich nicht besser sein können. Viele der 5611 Zuschauer im Audi Dome kamen nach dem grandiosen Sieg der Fussballer mit einem breiten Lächeln im Gesicht in den Dome und freuten sich auf ein gutes Spiel. Doch von Anfang an war irgendwie allen klar, dass es heute wohl ein enges Ding wird. Auf dem Papier dachten sich wohl auch Toni Kroos und Javi Martinez, dass es eine klaren Bayern Sieg geben würde, doch schon vor der Partie gab es schlechte Nachrichten.

Der US Center Jared Homan wurde aus disziplinarischen Gründen für dieses Spiel aus dem Kader genommen, wofür zum ersten Mal in dieser Saison Alexsandar Nadfeji spielen durfte. Einhellige Meinung im Dome – dürfte uns nicht sonderlich schwächen. Doch als das Spiel begann war sehr schnell klar, dass die Roten Riesen heute nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Bayern konnte zwar immer wieder kleine Serien laufen und im Verlauf dieser 5 bis 7 Punkte aufholen und auch in Führung gehen, doch folgte danach wieder ein Einbruch, wie er leider in dieser Saison zu oft vorhanden ist und war. Dabei wirkte das Team in der Offense zumeist planlos, so dass sehr viele Einzelaktionen oder Notwürfe genommen werden mussten, während in der Defense vor allen Dingen die schnellen Braunschweiger Guards um Schröder ein ums andere Mal kinderleicht durch die Zone zum Korbleger ziehen konnten oder einen ihrer Big Man völlig freistehend unter dem Korb mit einem Anspiel fanden.

Sieht man sich die einzelnen Viertel an, so konnte nur das zweite an die Roten gehen und der Rest an Braunschweig, so dass zum Ende hin die Niederlage mit 73:78 völlig verdient ausgefallen ist, denn über die gesamte Spielzeit gesehen waren die Phantoms das deutlich aggressivere und auch konstantere Team. Leider schon die dritte Heimniederlage im fünften Spiel, doch gilt es jetzt nach Vorne zu sehen und hart zu arbeiten.

Noch ein Blick in die Statistik des Spiels. Gleich vier Bayern konnten zweistellig punkten. Rice mit 17, Troutman mit 14 und Roberts sowie Jagla mit 10 Punkten konnten etwas für ihre Stats tun. Eklatant jedoch das Rebounden, denn Roberts griff sich 7 Stück, der nächste Bayer aber nur 4, was mit Sicherheit die schwache Defense in der Zone zeigt. Während die Würfe aus der Nahdistanz diesmal hochprozentig getroffen wurden war es eine schlechte Dreierquote von nur 28 Prozent, welche auch am Ende den Ausschlag gab.

Die offizielle BEKO BBL Statistik zum Spiel gibts hier: KLICK

Kein Spiel wie jedes andere

In den vergangenen Jahren war Brose Bamberg so etwas wie der FC Bayern der BBL. Aber jetzt sind die Bayern da und es entwickelt sich etwas. Wenn Bamberg und Bayern spielen, ist es etwas ganz Besonderes. Sonntag um 13.30 Uhr in Bamberg ist es wieder so weit.
Oberfranken und Oberbayern an sich ist schon so eine Kombination, die von der Fußball-Regionalliga bis zur Beko-BBL der Basketballer eine besondere Note hat. In diesem Fall aber ist Bamberg der Throninhaber. Dreimal in Serie gewannen die Broses das Double aus Meisterschaft und Pokal. Bamberg ist die unumstritten – Stand heute – die erste Adresse des deutschen Basketballs. Die Demonstrationen auf dem Durchmarsch zum Triple-Double 1011/12 haben Eindruck gemacht.
Dem gegenüber steht aber der FC Bayern, der in der vergangenen Saison kein Aufsteiger wie jeder andere war. Bayern spielte phasenweise gut mit, kam aber nicht über das Viertelfinale hinaus. Nun arbeitet Deutschlands berühmtester Sportverein daran, in den nächsten Jahren Meister zu werden. Nach den zwei Titeln in den 50er Jahren scheint die dritte Meisterschaft nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Auch wenn es heuer ein halbes Dutzend richtig guter Mannschaften gibt, wird Bayerns Meisterweg höchstwahrscheinlich vor allem über Bamberg führen.
Zweimal duellierten sich die Teams bereits. 77:89 verloren die Bayern vergangene Saison in Bamberg in einem ihrer besten Saisonspiele. 107:103 hieß es dann in München nach zwei Verlängerungen. Weitere Wiedersehen in den Playoffs verhinderten die Artland Dragons mit ihrem 3:2 in der Viertelfinalserie. Aber auch die Ligaspiele Bayern gegen Bamberg hatten die Playoff-Intensität. Hier wächst etwas zusammen.
Im Duell der großen B’s – Berlin ist das etwas kleinere B dahinter – wächst etwas. Siege schmecken in den Spielen besonders gut. Spieler wollen Zeichen setzen und vor allem sind beide die ersten Kandidaten der Liga für die Meisterschaft.
Das neuerliche Duell in Bamberg schreibt auch Geschichte weil es live auf kabel1 übertragen wird. Dieses Spiel ist der Einstieg der mächtigen TV-Gruppe Pro 7/Sat 1 in die Beko-BBL. Davon kann die ganze Liga profitieren. Und welches Spiel wäre für den Start besser geeignet als Bayern in Bamberg. Basketball-Deutschland wird elektrisiert zusehen.
Nur ist die Frage offen, ob das Elefantentreffen für den FC Bayern zu früh kommt. Das Team aus Oberbayern hat sich noch nicht gefunden und in den letzten Spielen nur phasenweise überzeugt. In Bamberg darf man sich nicht viele Fehler leisten, um zu gewinnen. Aber Bayern weiß, dass Bamberg mindestens Respekt hat. Angst muss man sich mit Siegen und Titel erarbeiten. Auf geht’s, Bayern!