Regelkunde – Goaltending

Der Gegner zieht zum Brett legt den Ball ab – ein wunderbarer Block durch den Center folgt, doch die Punkte bekommt der Gegner. Oftmals ist genau in solchen Spielphasen durchaus etwas Konfusion auf den Plätzen in der Halle gegeben. Natürlich kennt der eingefleischte Fan die Regel des Goaltending, doch ist diese doch für Neu hinzugekommene Fans auf den ersten Blick etwas seltsam. Genau aus diesem Grunde startet die Regelkunde bei den Bayern Basketballern auch mit dieser einfachen, doch recht wenig bekannten Basketballregel.

Goaltending ist dabei eine Regel gegen das unkorrekte Abwehren des Balles. Dabei gibt es im Grunde genommen nur zwei Punkte die beachtet werden müssen. Ein Block oder ein verändern der Wurfbahn des geworfenen Balles ist in folgenden beiden Fällen nicht korrekt:

  • Der geworfene Ball hat den höchsten Punkt seiner Flugbahn hinter sich gelassen und ist bereits wieder am Sinken
  • Der geworfene Ball befindet sich noch im Aufstieg zum höchsten Punkt seiner Flugbahn, ist jedoch ans Brett abgelegt worden und kann somit nicht mehr geblockt werden.

Der erste Verstoß würde beispielsweise dann eintreffen wenn ein Spieler einen Wurf ansetzt und der gegnerische Center Spieler kurz über dem Korb den Ball weg schlagen würde. Der zweite Fall beschreibt einen Korbleger, bei welchem der attackierende Spieler den Ball über das Brett ablegt und dieser somit noch steigt in seiner Flugbahn. Auch hier darf nicht geblockt werden. Die Strafe für ein Goaltending ist das Werten des jeweiligen Wurfes, so dass 2 oder 3 Punkte erzielt werden können, auch wenn der Ball schlußendlich gar nicht im Korb gelandet wäre.

Sobald der Ball im Übrigen den Ring berührt hat darf er weg geschlagen oder geblockt werden. Die Regel des Goaltending klingt schwieriger als diese tatsächlich ist, doch kann der Zuschauer sich somit manche Schiedsrichter Entscheidung gut erklären.

Und hier noch einmal in Bild und Ton: