Trotz Sieg gibt es eine Menge zu tun

Der Auftakt in die BEKO BBL Saison 2013/2014 ist mit einem 87:82 Sieg bei den Telekom Baskets Bonn sicherlich gelungen. Alleine sich über den Sieg zu freuen kann es jedoch bei diesem Spiel nicht sein, denn Mannschaft Trainer und Fans mussten doch durchaus auch leiden, was angesichts der Kaderstärke und der Qualitäten des Einzelnen einfach nicht sein muss. Ein guter Start und eine konzentrierte Leistung in den Vierteln Zwei und Drei reichten am Ende, um doch noch als Sieger vom Parkett zu gehen. Speziell in Viertel Zwei zeigte sich jedoch, dass auch in diesem Jahr wieder der Schlendrian einziehen kann und mit nur einem Viertel durchaus eine Niederlage eingeläutet werden kann.

Das war Gut

Zunächst einmal ist ein positives Fazit durchaus aufgrund des Sieges zu ziehen. Mit einem Sieg in die Saison zu starten ist sicherlich gerade als Bayern München sehr wichtig, da die erste Kritik von allen Seiten bei einer Niederlage vor dem wichtigen Spiel gegen die Brose Baskets aus Bamberg sicherlich eingesetzt hätte. Es gilt jedoch festzuhalten, dass es neben dem Sieg auch andere Lichtblicke gab. In der Offensive konnte durchaus im 1 on 1 durchaus überzeugt werden und auch die Nervenstärke ist in diesem Jahr vorhanden, denn ohne diese wäre es heute sicherlich schief gegangen. Zu sehen war zugleich, wie ausgeglichen das Team besetzt ist. Staiger und Greene spielten nicht, Hamann nur zwei Minuten, doch der Rest teilte sich die Minuten sehr gut auf, was im Laufe der Saison sehr wichtig wird.

Die Offensive

Viel lief in der Münchner Offensive vor allen Dingen über das Eins gegen Eins. Gleich ob Delaney, Djedovic oder Benzing – die Stärken und Vorteile der Bayern waren es, welche somit für den Sieg am Ende sorgen konnten. Was ebenfalls zu gefallen verstand war, dass nicht ein Spieler das Ruder an sich zu reißen versuchte, sondern vielmehr viele Spieler punkten wollten und sich nicht versteckten. In der Offensive klappte einiges, doch gab es auch ein großes Manko. Das Passspiel war leider nur in wenigen Fällen zu sehen. Nicht nur die Big Men unter dem Korb bekamen wenig Bälle, sondern auch von außerhalb wurde selten der freie Mann gesucht.

Die Defensive

Hier gilt es zu arbeiten. Wie auch schon in der Vorbereitung zeigten die Roten in der Defensive große Schwächen. Speziell unter dem Korb zeigte der zweimalige MVP der Liga John Bryant große Probleme gegen seinen agilen und athletischen Gegenspieler. Erst als Idbihi unter dem Korb zusammen mit Troutman aufräumte wurde dies sicherlich besser. Auch der letzte Einsatz war nicht vorhanden. Es wurden so genannte Loose Balls nicht hart umkämpft und am Ende wurden zudem unter dem eigenen Korb auch sehr viele Rebounds abgegeben. Hier gilt es zu arbeiten, denn schon am Sonntag gegen Bamberg wartet ein anderes Kaliber auf die Roten.

Die Statistiken
Punkte: Djedovic 17, Idbihi 16, Benzing 12, Bryant 11
Rebounds: Troutman 8, Bryant 6, Savovic 5, Idbihi 4
Assists: Schaffartzik und Benzing je 3

Es gilt hart zu arbeiten und das Teamplay sowie die Defense zu verbessern. In der Offensive gibt es auf jeden Fall genug Möglichkeiten. Speziell am Sonntag wird es interessant zu sehen, wie die Roten sich im ersten Heimspiel der Saison gegen den Meister schlagen werden.

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