Diese Niederlage war so unnötig

Die Fussballer hatten es vorgemacht und Werder Bremen aus den Schuhen gespielt, so hatten die Bayern Basketballer beim Auswärtsspiel gegen die Eisbären Bremerhaven in Bremen die Chance das zweite Nord Süd Duell am gestrigen Samstag für den Süden zu entscheiden. Eine sehr gute erste Halbzeit ließ eigentlich alle Fans und Spieler von einem weiteren Bayern Sieg träumen, doch wurde der Rote Faden am Ende doch sehr deutlich verloren. Während die ersten beiden Viertel mit 26:23 und 24:19 gewonnen wurden ging nach der Halbzeit nichts mehr. 20:16 und 12:6 waren die Viertelergebnisse nach der Pause für Bremerhaven, so dass am Ende ein 74:72 Sieg für die Norddeutschen stand. Verdient? Leider ja, denn die Bayern haben es sich am Ende doch selbst kaputt gemacht.

In den ersten beiden Vierteln war das Bayern Spiel zu sehen. Schnell nach Vorne, offene Würfe suchen und treffen und zugleich gute Defense spielen. Während die Verteidigung auch in den Vierteln 3 und 4 noch stand ging jedoch in der Offensive nichts mehr. Freie Würfe wurden zum Teil verweigert und leider fiel der ansonsten mit 6 Assists auffallende Rice wieder in sein Raster zurück, indem er zu oft alleine spielen wollte. Auffallend war jedoch auch, dass sowohl von Außen wie unter dem Korb nichts ging bei den Bayern und die Wurfquoten drastisch nach Unten gingen. Das Highlight des Tages war jedoch der letzte Spieltag. Rund 7 Sekunden vor Schluss kamen die Bayern nochmals in Ballbesitz, doch anstatt eine Auszeit zu nehmen oder aber einen guten Wurf zu gestalten schnappte sich Rice den Ball und zog gegen die Langen Bremerhavener zum Korb, wo sein Drang jedoch abrupt gestoppt wurde. Der letzte Wurf von Troutman wenige Zehntelsekunden vor Schluss verfehlte sein Ziel und somit war die Niederlage besiegelt.

Doch die Niederlage kann an Zahlen festgemacht werden. Nur 53,8 Prozent von der Freiwurflinie waren schlecht. Doch nicht nur Homan versagte von dieser, sondern auch viele andere gestandene Spieler. Während die Quote von der Dreierlinie mit 50 Prozent gut war, waren jedoch die Würfe aus der Mitteldistanz mit nur 27,3 Prozent an Quote einfach zu schlecht. Was bleibt als Fazit? Gut begonnen aber schlecht zu Ende gespielt. Der Wurf war gestern nicht da und leider reichte ein gut aufgelegter Troutman alleine nicht zum Sieg für die Bayern. Mund Abwischen und nach Vorne sehen, denn am 3.3. kommt es im Audi Dome zum bayerischen Derby gegen die Brose Baskets. Im Kampf um Tabellenplatz Zwei tat die gestrige Niederlage jedoch dennoch sehr Weh…

Hier noch die Wurfquoten:
50 Prozent aus der Nahdistanz, 27,3 Prozent aus der Mitteldistanz, 50 Prozent von der Dreierlinie wie 53,8 Prozent von der Freiwurflinie
Die Scorer der Bayern:
Troutman 20, Benzing 13, Homan 10
Die Effektivsten Spieler:
Troutman 22, Benzing 12, Homan 20

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